Irgendwo im Nirgendwo

Mittwoch, 04.11.2009

 

 Bird LogeEndlosOn the roadCoen Wie Grabhügel

Steffen wird eins mit der Natur. Da tritt er schon mal auf ein schlafendes Buschhuhn vor dem Camper, hat einen Frosch statt einem Waschbeckenstöpsel in der Hand oder wird beim Wasserlassen von einer Schlange vertrieben. Wobei zu letzterem noch die Behauptung im Raum steht, nur den Schatten des eigenen Gemächtes gesehen zu haben. Wir lassen das unkommentiert. Das Leben im Busch ist hart und unerbittlich, um nicht zu sagen unmenschlich. Die Campingduschen sind nur lauwarm, Vögel fressen unser Brot und der Reifen ist schon wieder platt. Wir wechseln das Rad und suchen den nahe liegenden Tümpel nach Krokos ab. Ein eher kleiner Vertreter seiner Zunft hat Frühschicht und aalt sich in der Sonne. Das reicht uns fürs Erste, wir fahren los. Im Saltwater Creek machen wir ein großes Kroko aus, können es aber nicht für ein Fotoshooting motivieren. Die größte Artenvielfalt liegt jedoch noch immer auf der Straße oder klebt am Grill eines Roadtrains. In der Lotus-Bird-Loge holen wir uns noch nützliche Tips und kaufen in der Coen Aborigini Comunity für Honkong-Dollar Eis. Im Archer-River-Roadhouse endet der Tag bei Bier, Burger und einer deutschen Bedienung.

NachbarStöpselfroschWaldbrändeWildgrillSchrecke hier nicht das Wasser auf

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Wer seine Urlaube bislang der Balkonpflege oder dem Souvenirwahn seiner Frau gewidmet hat, kann an dieser Stelle aufatmen und sich für kurze Zeit in die letzte Domäne männlicher Freiheit zurückziehen: Dem Kopfkino.
Ein kurzweiliger Reisebericht mit viel Gefahr, wenig Körperpflege und endlosen Weiten, von Steffen, Andi, Sven und Holger aus Berlin.

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